|
Die ehemalige Ortschaft Franzheim war die jüngste in der Familie der Gemeindeorte.
Ihr war aber leider keine lange Lebensdauer beschieden. Franzheim entwickelte
sich erst so richtig nach dem 2. Weltkrieg. Vorher war es eine weitläufige
Streusiedlung mit nur wenigen Anwesen. |
|
Die offizielle Geburtsstunde der Ortschaft Franzheim war am 14. April 1926 an dem
die Bildung der Ortsfluren Mariabrunn und Franzheim aktenkundlich wurden. |
|
Besiegelt wurde das Schicksal Franzheims bereits am 5. August 1969 mit dem Beschluß
der Bayerischen Regierung, den neuen Flughafen weitgehend auf dem Gebiet der Ortschaft
Franzheim anzulegen. Am 3. November 1980 ist Baubeginn und am 17. Mai 1992 wird der
neue Flughafen in Betrieb genommen. |
|
Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn waren aufgrund der widrigen Umstände, mit
denen die Ansiedler von Franzheim immer schon zu kämpfen hatten, besonders
ausgeprägt. In vielen freiwilligen Leistungen wurde Allgemeineigentum
geschaffen. Da wurde 1922 eine Schule aufgestellt, die bis dahin als Baracke diente. |
|
Im Jahre 1958 wurde zwischen Kirche und Durchgangsstraße eine neue Schule und
ein Lehrerwohnhaus errichtet. Auch die Kirche entstand auf diese Weise. Der Baugrund
der Kirche war eine Schenkung von Michael Dengl. Der Grundstein wurde am 17. Mai 1957
gelegt und die Einweihung am 1. September des selben Jahres vollzog der Weihbischof
Dr. Johannes Neuhäusler. Gastwirt Hoyler stiftete eine der 3 Glocken und das
übrige Bauwerk wurde überwiegend in Eigenleistung erstellt.
Der Kirchenbauverein sammelte 100.000 DM und das Bauholz wurde gestiftet. Die Kirche
wurde dem heiligen Rasso geweiht. |
 
;  |
|
Auch die Rassokirche in Franzheim ereilte das Schicksal der übrigen Ortschaft.
Am 31. Juli 1977 fand der letzte offizielle Gottesdienst, zelebriert von einem Pater
aus Birkeneck statt. |